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Wie wir den Millennium-Bug meisterten

    Jahr-2000-Problem: Die Anzeigetafel einer Schule in Nantes zeigt Januar 1900 statt Januar 2000 an.

    Es war Ende der 1990er Jahre als Computerexperten warnten, dass ältere Rechner zum Jahrtausendwechsel aufgrund eines IT-Fehlers verrückt spielen oder sogar massenhaft ausfallen könnten. Auch Kunden der MTG waren davon betroffen. 

    In den letzten Monaten des Jahres 1999 waren viele Menschen weltweit, vor allem Firmenchefs, nervös. Die Ursache für die Unruhe war der sogenannte Millennium-Bug. In Deutschland war dieser auch bekannt, als das „Jahr-2000-Problem.“ Grund war, dass fast alle älteren Computer damals, um Speicherplatz zu sparen, nur zweistellige Jahreszahlen kannten. Zum Beispiel 90 für 1990 oder 99 für 1999. Befürchtet wurde, dass die IT-Systeme am 1. Januar 2000 auf das Jahr 1900 zurückspringen und dann auf unvorhersehbare Weise Amok laufen oder vollständig ausfallen könnten.

    Das führte dazu, dass die Kundenbetreuer der MTG vor dem Jahreswechsel alle Hände voll zu tun bekamen, Support und Unterstützung zu geben. Am Ende hatte sich der große Einsatz aller Beteiligten gelohnt. Für unsere Kunden folgte ein New Year mit Happy End. Durch rechtzeitig eingebrachte Patches und Updates kam es bei der automatischen Datumsumstellung zu keinen Ausfällen. Aber nicht überall verliefen die Auswirkungen nach dem Jahrtausendübergang so glimpflich, wie bei der Schule in Nantes. Fast schon lustig dagegen, wenn man die Aufregung von damals verfolgte, war dagegen ein anderer aufgetretener Fehler. Dabei wurden Neugeborenen zu Greisen gemacht, weil ein Computerprogramm sie unter dem Geburtsjahr 1900 eintrug. Aber auch das wurde schnell entdeckt und konnte korrigiert werden.

    Foto: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)